Wütend |
| Aufgeschrieben von Holger am 3. Dezember 2004 in Automobiles und Peugeot 206cc |
Es ist wirklich unglaublich, wie manche Firmen arbeiten und was sie sich ihren Kunden gegenüber erlauben. Da jammert die Autoindustrie über fallende Margen und Umsatzeinbußen durch gesunkene Verkäufe und über die Abwanderung ihrer Kunden von der Vertragswerkstatt zu den wesentlich günstigeren, freien Werkstätten und wo suchen sie die Schuld? Sicherlich zuallerletzt bei sich selbst oder beim Service an ihren Kunden und der Qualität ihrer Arbeit in der Werksatt.
Es geht mal wieder um Gunnars kleinen Peugeot 206 cc. Ein wirklich schöner Wagen, der eigentlich nur eine Macke hatte: Die Kaltstartprobleme des Motors. Er rüttelte und schüttelte sich nach dem Starten so stark, dass selbst die ungeliebte Fachwerkstatt meinte, dass das nicht normal sei. Wie ich bereit berichtete wurde schon alles Mögliche versucht um den Fehler zu beheben, bis hin zur teilweisen Zerlegung des Motors. Da dies alles nichts nützte, gab Peugeot Deutschland dann das Ok für einen neuen Motor auf Garantie.
Für den Austausch eines Triebwerks setzt Peugeot laut Angabe einer unbeteiligten Werkstatt 10,5 Arbeitstunden an. Nach zwei Tagen sollte das also erledigt sein, nicht so bei Gunnars (ehemaliger) Werkstatt. Die benötigten dafür sechs Werktage. Gunnar hatte also acht volle Tage kein Auto. Einen Ersatzwagen bekam er nicht.
Als wir den Wagen am Mittwochabend dann endlich abholen durften war die Freude zwar groß, aber die Skepsis gegenüber der Werkstatt war viel größer. Bevor wir vom Hof führen kontrollierten wir den Wagen auf Beschädigungen und fehlende Teile. Wer die Vorgeschichte kennt, weiß warum. Ob der Motor richtig eingebaut wurde, konnten wir natürlich nicht nachvollziehen.
Es schien eigentlich alles ok. Eigentlich. Bis gestern Abend. Rund 24 Stunden nachdem Gunnar den Wagen wieder hatte, er war gerade in Hamburg unterwegs, stieg Dampf aus dem Motor auf. Die Anzeigen meldeten noch nichts. Beim nächsten Ampelstopp dampfte es wieder und die Temperaturanzeige stieg ungewöhnlich an. Im Feierabendverkehr, auf einer Hauptverkehrsstraße anzuhalten oder zu Parken ist nicht immer möglich, also für Gunnar noch ein Stück weiter bis der Bordcomputer ihn optisch und akustisch aufforderte anzuhalten.
Der Blick unter die Motorhaube machte klar, hier stimmt was nicht. Alles war feucht. Mein Hase rief natürlich sofort bei seiner (ehemaligen) Werkstatt an und verlangte den Meister. Der wirkte eher arrogant als peinlich berührt und meinte nur, dass gestern bei der Probefahrt ja alles ok gewesen sei. Nach einem kurzen Wortgefecht entschied man sich nicht zur 30 Km entfernten, sondern zu einer Peugeot Werkstatt in der Nähe zu fahren.
Nach einem kurzen Check stellte sich heraus, dass eine Schelle des Kühlschlauches nicht angebracht und der Schlauch somit nur aufgesteckt war. Ein Fehler der einfach nicht passieren darf. Die neue Werkstatt machte auf Gunnar einen guten Eindruck, zumal man ihn beruhigte und versicherte das dies alles nicht seine Schuld sein kann und so eine Schelle auch nicht einfach abrutscht. Außerdem stellte man ihm für die Weiterfahrt auch sofort einen Ersatzwagen zur Verfügung. Jetzt Wird der kleine Leo erstmal durchgecheckt, ob Motor und Elektronik keinen Schaden genommen haben. Schlimmstenfalls muss ein neues Aggregat rein. Ich könnte noch viel mehr Schreiben, aber das heben wir uns lieber für unser Vorsprechen bei Peugeot Deutschland auf.










frage wäre: “wiso – können sie eigentlich nix richtig machen, peugeot ?”