Schlechtes Gewissen unbegründet |
| Aufgeschrieben von Holger am 19. Juni 2007 in Allgemeines |
Es ist schon ein komisches Gefühl auf in einem alteingesessenen Familienbetrieb, der wegen Geschäftsaufgabe schließt, einzukaufen. 33% auf alles, stand überall groß geschrieben und das lockte auch uns in die kleine Gärtnerei. In ein paar Tagen wird hier Schluss sein. Der Parkplatz war überfüllt und im Laden drängelten sich die Schnäppchenjäger, so wie wir.
Ich empfand ein wenig Traurigkeit als wir durch die leer geräuberten Gänge schlenderten. Der Besitzer hätte sich sicherlich gewünscht, dass es immer so gewesen wäre, aber die Konkurrents der Gartencenter und Baumärkte war wohl viel zu groß. Fast kommt in einem ein schlechtes Gewissen auf hier jetzt noch was abzustauben, das quasi verschleudert wird, aber das brauch es nicht, denn der Besitzer ist sicherlich froh, wenn er seine Ware noch verkaufen kann, bevor er sie möglicherweise wegschmeißen muss, wenn die Türen für immer schließen. Wir haben dort zwei noch zwei wunderschöne Bäumchen für uns kaufen können.







Ich kenne das Gefühl. Damals bei Brinckmann war es so. Und es überkommt mich selbst bei Geschäften, die zu einem Konzern gehören und wegen Unrentabilität geschlossen werden. Die Angestellen, die dort noch tätig sein müssen, um die Reste zu verschleudern, denken sicher auch, dass es immer so voll hätte sein müssen.